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Zentrum für Extremitätenchirurgie München
Prof. Dr. Dr. med. R. Baumgart

Hypochondroplasie

Vorgeschichte

Bei einer 14-jährigen Patientin bestand im Rahmen einer genetisch nachgewiesenen Hypochondroplasie ein dysproportionierter Kleinwuchs mit einer Ausgangsgröße von 132 cm. Zudem war beidseits eine starke Varusabweichung (O-Bein) auffällig.

Dysproportionierter Kleinwuchs

Dysproportionierter Kleinwuchs

Kurze Ober- und Unterschenkelknochen in O-Bein-Stellung

Kurze Ober- und Unterschenkelknochen in O-Bein-Stellung

Behandlung

Um während der gesamten Behandlung zu jeder Zeit eigenständig mobil zu bleiben, entschied sich die Patientin zu einer seitengetrennten Vorgehensweise. In einem ersten Schritt wurde das rechte Bein begradigt und jeweils der Ober- und Unterschenkel mithilfe eines FITBONE Distraktionsmarknagels um insgesamt 15 cm verlängert. Die vorübergehende Längendifferenz zum anderen Bein wurde mit einer Schuherhöhung problemlos ausgeglichen. Nach ausreichender Knochenneubildung konnte das gleiche Verfahren 8 Monate später am linken Bein angewandt werden. Regelmäßige Eigenübungen verbesserten die Beweglichkeit, eine nächtliche Lagerungsschiene während der Verlängerung verhinderte eine Kniegelenkskontraktur.

Abschluss der Verlängerung auf der linken Seite

Abschluss der Verlängerung auf der linken Seite

Distraktionsmarknägel im linken Ober- und Unterschenkel

Distraktionsmarknägel im linken Ober- und Unterschenkel

Ergebnis

Am Ende der Behandlung waren beide Beine gleich lang und gerade, die Bewegungsumfänge in den Gelenken seitengleich im Normalbereich. Die Körpergröße betrug nun 147 cm. Die gesamten Behandlungskosten wurden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Vorteilhafte Proportionen nach beidseitiger Beinverlängerung

Vorteilhafte Proportionen nach beidseitiger Beinverlängerung

Seitengleiche gerade Beine nach 15 cm Verlängerung

Seitengleiche gerade Beine nach 15 cm Verlängerung

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