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Zentrum für Extremitätenchirurgie München
Prof. Dr. Dr. med. R. Baumgart

Knochendefekte

Langstreckige Knochendefekte können unmittelbare Folge von Trümmerbrüchen nach schweren Unfällen oder auch eine Spätfolge von komplikationsträchtigen Knochenbruchbehandlung sein (siehe Knocheninfektionen). Oft ist das eigentliche Ausmaß noch gar nicht ersichtlich, sondern es der Knochen heilt einfach nicht zusammen (Pseudoarthrose), sodass wiederholte Operationen keine Seltenheit sind. Ursache für die Heilungsstörung des Knochens ist letztendlich immer eine verminderte, lokale Durchblutung, sodass es genügen kann, die Knochenenden anzufrischen. Häufig resultiert aber bei der Entfernung von minderwertigem Knochengewebe, was bis an die Vitalitätsgrenze unbedingt notwendig ist, auch in diesen Fällen ein langstreckiger Knochendefekt, der ebenso wie primäre Knochendefekte nach Unfällen, biologisch mit körpereigenem Knochengewebe aufgebaut werden muss.

Eine andere Ausgangssituation liegt nach der Entfernung von Knochentumoren (siehe Knochentumore) vor. Bei bösartigen Knochentumoren, die häufig bei Kindern und Jugendlichen auftreten, muss das befallene Knochenstück mit Sicherheitsabstand entfernt werden, auch wenn hinterher eine große Lücke entsteht. In diesen Fällen muss nicht nur der Defekt wieder geschlossen, sondern auch das Wachstum der Gegenseite berücksichtigt werden.

Die Kallusdistraktion ist eine sehr effektive Methode, um Knochendefekte von 10 cm und mehr mit körpereigenem Knochen mechanisch und biologisch dauerhaft und hochwertig wieder zu überbrücken.

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