Information Patienten

Das ZEM-Germany ist spezialisiert auf Beinverlängerungen und die Herstellung  oder  Wiederherstellung der „normalen“ Beingeometrie. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Beinachse und die Beindrehung.  Bei Knochendefekten steht die biologische Wiederherstellung der knöchernen Kontinuität im Vordergrund , bei einseitigem Gelenkverschleiß der möglichst lange Erhalt der eigenen Gelenke. Zu Beginn werden wir Sie deshalb immer umfassend untersuchen und nach Abschluss der Diagnostik ausführlich beraten. Ihre Befunde werden Ihnen verständlich auf Großbildmonitoren erläutert . Anschließend empfehlen wir Ihnen ein Behandlungskonzept. Sofern es für Sie vorteilhaft und technisch möglich ist, werden wir das zuverlässige und weltweit modernste Fitbone®-System mit der von uns entwickelten minimal invasiven und kosmetisch vorteilhaften Operationstechnik einsetzen. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin - wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.


Längendifferenzen an Armen- und Beinen
Verkürzungen von Ober- und Unterschenkel können unmittelbar als Unfallfolge aber auch wachstumsbedingt entstehen, wenn sich ein Unfallereignis im Kindesalter ereignet hat und die Wachstumsfuge betroffen war. Je nach Schwere der Verletzung oder dem Ausmaß der Wachstumsverzögerung können Verkürzungen von wenigen Zentimetern aber auch bis zu 20cm und mehr resultieren. Meist liegen zusätzlich auch mehr oder weniger ausgeprägte Achsen- oder Drehabweichungen des Beines vor. Längendifferenzen können aber auch ohne Unfallereignis entstehen. Erste Anzeichen sind häufig schon im Säuglingsalter auffällig, die Längendifferenz nimmt dann in der Regel kontinuierlich bis zum Abschluss des Längenwachstums zu und betrifft sowohl Ober- als auch Unterschenkel und den Fuß. Eine genaue Analyse und Korrekturplanung ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Korrekturbehandlung. Nahezu alle Fehlstellungen lassen sich inzwischen mit voll implantierbaren Distraktionssystemen korrigieren, so dass ein externer Fixateur nur noch sehr selten erforderlich wird.

Ein- oder beidseitiger Kleinwuchs
Von Kleinwuchs spricht man, wenn die Körpergröße nach Wachstumsabschluss bei Mädchen unter 150cm und bei Jungen unter 160cm liegt. Zu unterscheiden ist krankheitsbedingter Kleinwuchs, wie z.B. bei der Achondroplasie oder dem Silver-Russell-Syndrom von konstitutionellem oder familiärem Kleinwuchs, dem keine krankhafte Ursache zugrunde liegt. In beiden Fällen sind Beinverlängerungen technisch möglich und je nach Ausmaß an Ober- und Unterschenkeln zu empfehlen um die Proportionen zu wahren. Die Krankenkassen übernehmen jedoch fast ausnahmslos nur die Kosten bei krankheitsbedingtem Kleinwuchs.

Achsenfehlstellungen
Die Belastung der Gelenke, insbesondere der Knie- und Sprunggelenke hängt entscheidend von dem Körpergewicht und dem Verlauf der Belastungsachse ab. Bei O-oder X-Beinen kann es zu erheblichen einseitigen Überlastungen kommen, denen der Knorpel auf die Dauer nicht standhalten kann. Fehlt dazu noch die Schutzfunktion des Meniskus ist der Gelenkuntergang vorprogrammiert. Nur eine rechtzeitige operative Begradigung des Beines kann die Gelenkzerstörung aufhalten und ein künstliches Kniegelenk vermeiden. Auch die Begradigung der Beinachse muss sehr genau geplant werden, damit sich der gewünschte Erfolg einstellt.

Knocheninfektionen
Wenn Keime über offene Wunden oder die Blutbahn an den Knochen gelangen, kann es zu schwerwiegenden, chronischen Infektionen kommen, besonders wenn die Durchblutung des Knochens gestört ist. Erster Behandlungsschritt ist deshalb neben der Entfernung des keimbesiedelten Gewebes immer die Verbesserung der Durchblutung. Die Kallusdistraktion hat sich als hoch effiziente Methode erwiesen, um zum einen entstehende Knochendefekte „biologisch“ zu schließen und zum anderen die Knochendurchblutung zu verbessern. Auch hier können automatisierte Systeme den Behandlungskomfort wesentlich verbessern, obwohl auf eine externe Fixation meist nicht vollständig verzichtet werden kann.

Knochendefekte und Falschgelenke
Falschgelenken, also dauerhaft nicht heilendem Knochen, liegt meist eine verminderte lokale Durchblutung zugrunde, so dass das minderwertige Knochengewebe in einem ersten Behandlungsschritt zunächst vollständig entfernt werden muss. Der so entstehende meist langstreckige Knochendefekt sollte ebenso wie primäre Knochendefekte nach Unfällen biologisch mit körpereigenem Knochengewebe aufgebaut werden. Hierzu stehen voll implantierbare aber auch externe Zugseil-Systeme zur Verfügung, die vollautomatisch arbeiten und ein Maximum an Komfort und minimale Narbenbildung erwarten lassen.

Knochentumore
Bösartige Knochentumore treten häufig im Wachstumsalter auf und erfordern ein interdisziplinäres Behandlungskonzept. Der chirurgische Part besteht in der vollständigen Entfernung des Tumors im Gesunden. Während früher noch Amputationen und entstellende Umkehrplastiken unvermeidbar waren, gibt es heute gerade bei Kindern im Wachstumsalter deutlich bessere Alternativen, selbst wenn die eigenen Gelenke nicht erhalten werden können. Sogenannte „biologische“ Wachstumsprothesen können selbst kurze verbliebene Restknochen mit körpereigenem Gewebe wieder aufbauen und verlängern und so hervorragende Langzeitergebnisse liefern.

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Prof. Dr. Dr. med.
Rainer Baumgart

Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie

Dipl.-Ing.(Univ)

Leiter des Zentrums


Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München


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